Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Äquatorialguinea

Fast ein Drittel der Bevölkerung lebt in bitterer Armut und mehr als die Hälfte hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, obwohl Äquatorialguinea dank seiner Erdölvorkommen hohe Einnahmen erzielt und ein hohes Wirtschaftswachstum verzeichnet. Zwar wurden im Vorfeld der Wahlen verstärkt politische Gegner festgenommen, doch lag die Zahl der Festnahmen insgesamt unter denen der Vorjahre. Einige Menschen wurden vorübergehend festgenommen und ohne Anklageerhebung wieder freigelassen, andere wurden jedoch nach unfairen Gerichtsverfahren zu Freiheitsstrafen verurteilt. Bei den Betroffenen handelte es sich offenbar vorwiegend um gewaltlose politische Gefangene. Im Juni begnadigte der Staatspräsident ungefähr 30 politische Gefangene, darunter auch gewaltlose politische Gefangene. Es gingen weniger Berichte über Folterungen ein. Gefangene wurden ohne Möglichkeit des Kontakts zur Außenwelt in Haft gehalten; einige befanden sich in Einzelhaft und mussten Hand- und Fußfesseln tragen. Ein früherer Armeeangehöriger war Opfer des "Verschwindenlassens". Viele Familien wurden mit Gewalt aus ihren Wohnungen vertrieben, Hunderten weiteren Familien drohte dasselbe Schicksal. (Stand: 31.12.2008)


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26.02.2010Urgent Action: Drohendes "Verschwindenlassen" UA-044/2010
28.05.2009Amnesty Report 2009 Äquatorialguinea
01.05.2009Fünf frühere Mitglieder der Fortschrittspartei
30.03.2009Urgent Action: Teilerfolg bei medizinischer VersorgungUA-079/2009-1
19.03.2009Urgent Action: Verweigerung der medizinischen VersorgungUA-079/2009
05.03.2009Urgent Action: Zwei Männer "verschwunden"UA-058/2009
21.10.2008Urgent Action: "Verschwindenlassen"UA-288/2008
28.05.2008Amnesty Report 2008 Äquatorialguinea
06.05.2008Äquatorialguinea
30.04.2008Urgent Action: HAFT OHNE ANKLAGE ODER VERFAHREN /SCHLECHTE HAFTBEDINGUNGENUA-037/2008-2