Die politischen Spannungen nahmen im Berichtsjahr in Äquatorialguinea zu. Nach wie vor wurde die Opposition von den Behörden unterdrückt. So wurden politische Widersacher der Regierung schikaniert, festgenommen und für kurze Zeiträume in Haft gehalten. Im Vorfeld des Gipfels der Afrikanischen Union (AU), der im Juni in Äquatorialguinea stattfand, nahm die Zahl der Festnahmen zu. Im November wurden mindestens 30 Männer und Frauen, die sich offenbar in Geiselhaft befanden, von einem Militärgericht freigesprochen und aus der Haft entlassen. Sie waren seit Oktober 2010 ohne Kontakt zur Außenwelt und ohne Anklage oder Gerichtsverfahren festgehalten worden. Der Präsident begnadigte fünf gewaltlose politische Gefangene und 17 politische Gefangene, die daraufhin aus der Haft entlassen wurden. Die Rechte auf freie Meinungsäußerung und auf Versammlungsfreiheit waren nach wie vor eingeschränkt. Wie schon in den Vorjahren wurden Journalisten vorübergehend inhaftiert oder mit einem Berufsverbot belegt. Bei einer Volksabstimmung im November wurden Verfassungsänderungen gebilligt, die dem Präsidenten mehr Befugnisse verleihen. (Stand: 31.12.2011)
| 27.12.2012 | Erfolge Oktober bis Dezember 2012 | ||
| 31.10.2012 | Urgent Action: Freigelassen | UA-315/2012-1 | |
| 22.10.2012 | Urgent Action: Menschenrechtler vermisst | UA-315/2012 | |
| 01.06.2012 | Fluch und Segen | ||
| 30.05.2012 | Urgent Action: Zum Tode verurteilt | UA-154/2012 | |
| 24.05.2012 | Amnesty Report 2012 Äquatorialguinea | ||
| 10.05.2012 | Urgent Action: Menschenrechtler zu Haftstrafe verurteilt | UA-075/2012-2 | |
| 22.03.2012 | Urgent Action: Menschenrechtler angeklagt | UA-075/2012-1 | |
| 02.03.2012 | Urgent Action: Haft ohne rechtliche Grundlage | UA-075/2012 | |
| 13.05.2011 | Amnesty Report 2011 Äquatorialguinea |