Pussy Riot-Mitglied Nadezhda Tolokonnikova im Gerichtssaal in Moskau am 20 Juni 2012: © Denis Bochkarev
10. Oktober 2012 - Ein Moskauer Gericht hat am 10. Oktober die Berufung von Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina abgelehnt. Lediglich Jekatarina Samuzewitsch kommt auf freien Fuß. Sie waren am 17. August zu zwei Jahren Straflager verurteilt worden, weil sie im Februar in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale ein "Punkgebet" - einen Protestsong gegen Präsident Putin - aufgeführt hatten.
Nadezhda Tolokonnikova und Maria Alekhina sind gewaltlose politische Gefangene, die verurteilt wurden, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnahmen. Amnesty International fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung.
Das politisch motivierte Urteil ist auch als Warnung der russischen Regierung an Regimekritiker zu verstehen und zeigt, dass die Behörden bereit sind, hart gegen Aktivistinnen und Aktivisten und Menschenrechtler durchzugreifen.
Seit der umstrittenen Parlamentswahl in Russland im Dezember 2011 wird die Unterdrückung der Opposition immer entschiedener betrieben. Wer sich kritisch gegenüber der Regierung äußert, muss mit Schikanen, Haftstrafen, tätlichen Angriffen und sogar Mord rechnen. Setzen Sie sich für Menschenrechtsverteidiger in Russland ein und fordern Sie ein Ende der Repressionen!
Auch dem Menschenrechtler Igor Kalyapin droht ein Verfahren. Setzen Sie sich für ihn ein und beteligen Sie sich an unserer Online-Petition!
Ein Gericht in Moskau verurteilte die Pussy Riot-Mitglieder Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alekhina und Ekaterina Samutsevich zu zwei Jahren Haft. Amnesty bezeichnet das Urteil als erschütterndes, politisch motiviertes Unrecht.
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Der Amnesty International Report 2012 liefert Daten und Fakten zum aktuellen Stand der Menschenrechtssituation in 155 Ländern der Welt.
Die feministische Band "Pussy Riot" auf dem Roten Platz in Moskau, 20. Januar 2012.: Foto: Denis Sinyakov / Reuters
Viele russische Künstler und Publizisten engagieren sich in der Anti-Putin-Bewegung und nehmen dafür Repressionen in Kauf.
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Lange schwelende Unzufriedenheit. Demonstration in Moskau, 24. Dezember 2011.: ©Ivan Sekretarev / AP
In Russland funktioniert Putins Machtapparat nicht mehr so reibungslos wie früher. Die zahlreichen Manipulationen bei den Parlamentswahlen provozierten ungewohnt heftige Proteste, an denen sich vor allem junge und gut ausgebildete Menschen beteiligten.
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