Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Schreib für Freiheit: Der Amnesty-Briefmarathon 2015

Auswahl von Briefen, die während des Briefmarathons 2015 für die in Myanmar inhaftierte Aktivistin Phyoe Phyoe Aung geschrieben wurden: © Amnesty InternationalAuswahl von Briefen, die während des Briefmarathons 2015 für die in Myanmar inhaftierte Aktivistin Phyoe Phyoe Aung geschrieben wurden: © Amnesty International

Der Amnesty-Briefmarathon 2015 ist vorbei! In allen Teilen der Welt sind Amnesty-Aktivistinnen und -Aktivisten immer noch dabei, die Appelle zu zählen. Doch schon jetzt steht fest: Zwischen dem 4. bis 18. Dezember wurden weltweit mindestens drei Millionen Briefe und E-Mails für Menschen in Not und Gefahr verschickt. Vielen Dank an alle, die sich am Briefmarathon 2015 beteiligt haben!

Beim Briefmarathon schreiben Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt innerhalb weniger Tage Millionen Briefe. Sie drücken darin ihre Solidarität mit Menschen aus, deren Rechte verletzt werden, und sie appellieren an Regierungen, die Menschenrechte zu achten.

Mit ihren Briefen, E-Mails und Petitionsunterschriften bewirken sie Freilassungen, verhindern Folter, schützen Menschen vor unfairen Prozessen und retten Leben.

An dieser Stelle werden wir in den nächsten Wochen über die genaue Zahl der weltweiten Appellschreiben, über besondere Aktionen und Veranstaltungen während des Briefmarathons und über die Reaktionen der angeschriebenen Behörden informieren.

Briefmarathon 2015: Allein 250.000 Briefe aus Deutschland

An der Realschule Schonungen wurden im Rahmen des Briefmarathons 2015 über 1.500 Briefe verschickt: © Michael SchmailzlAn der Realschule Schonungen wurden im Rahmen des Briefmarathons 2015 über 1.500 Briefe verschickt: © Michael Schmailzl

Mit 250.000 Briefen in nur 14 Tagen setzten sich Menschen in ganz Deutschland beim Amnesty-Briefmarathon gegen gravierende Menschenrechtsverletzungen
ein.

Weiterlesen

Ausgewählte Fälle des Briefmarathons 2015

Albert Woodfox - Der Unbeugsame


Albert Woodfox sitzt seit 43 Jahren im Gefängnis, ­davon 40 Jahre in Isolationshaft. Was das bedeutet, erzählt sein Freund Robert King. Er war selbst 32 Jahre inhaftiert.


"Unkompliziert, ehrlich, gütig": Phyoe Phyoe Aung


Der mittlerweile auch inhaftierte Lin Htet Naing erzählt von seiner Frau Phyoe Phyoe Aung und ihrem gemeinsamen Kampf für Gerechtigkeit.

Yecenia Armenta: "Warum ich eure Hilfe brauche"


Die Mexikanerin Yecenia Armenta wurde 2012 festgenommen und unter Folter gezwungen, eine Straftat zu gestehen, die sie nicht begangen hat. Seitdem sitzt sie in Haft.


Informieren

So funktioniert der Amnesty-Briefmarathon

Gemeinsames Briefeschreiben der niederländischen Amnesty-Sektion im Rahmen des Briefmarathons 2014 in Amsterdam am 10.12.2014: © AI NetherlandsGemeinsames Briefeschreiben der niederländischen Amnesty-Sektion im Rahmen des Briefmarathons 2014 in Amsterdam am 10.12.2014: © AI Netherlands

Jedes Jahr im Dezember fordern Millionen Menschen weltweit Regierungen auf, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Und sie schicken Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt wurden.

Weiterlesen

Rückblick: Die Erfolge des Briefmarathons 2014

Aktion der argentinischen Amnesty-Sektion während des weltweiten Amnesty-Briefmarathons am 07.12.2013 in Buenos Aires: © AI ARGENTINAAmnesty International ArgentinaAktion der argentinischen Amnesty-Sektion während des weltweiten Amnesty-Briefmarathons am 07.12.2013 in Buenos Aires: © AI ARGENTINAAmnesty International Argentina

Die deutsche Amnesty-Sektion hatte aus den insgesamt zwölf internationalen Fällen fünf ausgewählt, für die sich der Briefmarathon 2014 besonders einsetzen sollte. Der größte Erfolg war die Begnadigung und Freilassung von Moses Akatugba aus Nigeria.

Weiterlesen

"Eine Kultur der Solidarität"


Witek Hebanowski gehört zu den Initiatoren des Amnesty-Briefmarathons in Polen - dank seiner Initiative wurde die Idee zu einem globalen Erfolg. Im Interview erzählt er, wie es dazu kam.