Es ist kurz vor Mitternacht am 2. Dezember 1984, als das Unglück geschieht: Tonnen tödlicher Chemikalien entweichen der Pestizidfabrik der Firma Union Carbide in Bhopal, Zentralindien. Unmittelbar nach dem Unglück sterben bis zu 10.000 Menschen, weitere 15.000 erliegen in den Folgejahren ihren Verletzungen. Noch immer leiden Hunderttausende Anwohner unter Gesundheitsproblemen.
Verfallende Anlage auf dem Gelände der Firma Union Carbide in Bhopal, Indien, 2002.: © Maude DorrBis heute wurde nicht vollständig aufgeklärt, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Das Firmengelände ist noch immer verseucht. Keines der Opfer erhielt eine angemessene Entschädigung. Viele Anwohner Bhopals können aufgrund von Gesundheitsproblemen nicht arbeiten und geraten dadurch noch tiefer in Armut. Union Carbide, heute Tochterunternehmen der amerikanischen Dow Chemical Company, weigert sich, Verantwortung für das Unglück zu übernehmen.
Amnesty International fordert, dass die Opfer Wiedergutmachung erhalten, das Firmengelände gereinigt wird und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden! Außerdem muss die indische Regierung die Rechte der Geschädigten schützen und ihnen ermöglichen, Gerechtigkeit zu erfahren.
Vom 17. bis 31. Oktober 2009 informierten Zeitzeugen aus Bhopal und England zusammen mit Amnesty-Aktivisten in neun deutschen Städten über die aktuelle Situation in Bhopal. Hier finden Sie alle Berichte und Bilder der Tour!
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Jungen in Bhopal beim Wasserholen an einem konterminierten Brunnen, der von der Regierung rot markiert wurde: © Rachna Dhingra
Bis heute wurde nicht vollständig aufgeklärt, wie es zu dem Unglück in Bhopal kommen konnte. Fordern Sie jetzt Gerechtigkeit für die Opfer von Bhopal!
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