Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Khalid al-Natour: © PrivateKhalid al-Natour: © Private

Das haben Sie erreicht!

Erfolge April - Juni 2013

Wir möchten uns bei allen bedanken, die sich an den Urgent Actions beteiligen - per Brief, E-Mail, Fax oder Twitter. Die folgenden Beispiele aus den vergangenen Monaten zeigen, dass dieses Engagement Menschen in Gefahr tatsächlich helfen kann.

EL SALVADOR - BEATRIZ NICHT MEHR IN LEBENSGEFAHR

Ein Dankeschön von Beatriz: © Amnesty InternationalEin Dankeschön von Beatriz: © Amnesty InternationalDie 22-jährige Beatriz ist nach einer sehr problematischen Schwangerschaft nun außer Lebensgefahr. Sie leidet an einer Autoimmunkrankheit und einer Nierenerkrankung. Die junge Frau ist Mutter eines Kleinkindes und war erneut schwanger, aber schon die erste Schwangerschaft war mit erheblichen Komplikationen verbunden. Als die ÄrztInnen die Lebensgefahr diagnostizierten, sah Beatriz keine andere Möglichkeit, als um Genehmigung zu bitten, die Schwangerschaft abzubrechen. Doch Abtreibung stellt in El Salvador grundsätzlich eine Straftat dar. Jede Person, die einen Schwangerschaftsabbruch ermöglicht bzw. versucht, sich Zugang zu einer Möglichkeit für den Schwangerschaftsabbruch zu verschaffen, muss mit einer langen Haftstrafe rechnen. Somit befanden sich auch die behandelnden MedizinerInnen in der Situation, nicht ohne offizielle Genehmigung eine Abtreibung vornehmen zu können. Weltweit traten Menschen für Beatriz' Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch ein.
Am 3. Juni gewährte die salvadorianische Regierung Beatriz endlich eine lebensrettende Behandlung und erlaubte einen Kaiserschnitt. Wie von den ÄrztInnen prognostiziert, litt der Fötus an einer so schweren Fehlbildung, dass er nur wenige Stunden überlebte. (UA-093/2013)

Beatriz hat sich in einem Schreiben für die weltweite Unterstützung bedankt:

San Salvador, 10. Juni 2013

Für meine Freundinnen des Feministischen Kollektivs und alle anderen Freundinnen und Freunde,

ich möchte mich für eure Unterstützung über die ganze Zeit hinweg bedanken, und ich glaube, ohne euch hätte ich es im Krankenhaus nicht ausgehalten. Ich möchte euch auch für all die Aktionen danken, die ihr für mein Leben gestartet habt. Die Situation ist sehr schwierig gewesen, ohne eure Unterstützung hätte ich das nicht durchgestanden.

Ich hoffe, dass mein Beispiel dazu dient, dass andere Frauen nicht das durchstehen müssen, was ich ertragen musste. Ich bin sehr glücklich, weil ich jetzt wieder mit meinem Sohn und meiner Familie zusammen sein werde. Also, das ist schon alles, was ich euch sagen wollte, und mit diesen Dankesworten verabschiede ich mich.

Viele Grüße
Beatriz

SAUDI-ARABIEN - JORDANIER FREIGELASSEN

Khalid al-Natour: © PrivateKhalid al-Natour: © PrivateKhalid al-Natour wurde am 7. April nach 91 Tagen Haft freigelassen. Saudi-arabische Sicherheitskräfte hatten den jordanischen Staatsbürger am 6. Januar ohne Begründung am Flughafen Riad festgenommen. Khalid al-Natour ist Web-Entwickler für ein Internetunternehmen und gehört der jordanischen Bewegung Herak an. Herak setzt sich für Reformen ein und fordert politische und wirtschaftliche Veränderungen in Jordanien. UA-052/2013
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USBEKISTAN - SCHRIFTSTELLER WIEDER FREI

Nach 14 Jahren Haft unter unmenschlichen Bedingungen wurde der 72-jährige Mamadali Machmudow am 8. März zu weiteren drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er angeblich gegen die Gefängnisvorschriften verstoßen hatte. Am 19. April wurde er im laufenden Rechtsmittelverfahren aus medizinischen Gründen freigelassen. MenschenrechtsverteidigerInnen gehen davon aus, dass die frühzeitige Haftentlassung auf den erhöhten internationalen Druck auf die Behörden zurückzuführen ist. (UA-075/2013)
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SUDAN - FREILASSUNG EINIGER GEFANGENER FRAUEN

Am 26. April sind 14 Frauen aus dem El-Obeid-Gefängnis im sudanesischen Bundesstaat Nordkordofan freigelassen worden. Sie waren am 12. November 2012 willkürlich festgenommen und beschuldigt worden, im Auftrag der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung des Nordens (Sudan People's Liberation Movement North - SPLM-N) zu spionieren. Die Frauen wurden in der Haft weder einer Straftat angeklagt noch erhielten sie Zugang zu einem Rechtsbeistand. (UA-046/2013)
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GAMBIA - IMAM WIEDER IN FREIHEIT

Baba Leigh im Januar 2012: © Kibaaro.comBaba Leigh im Januar 2012: © Kibaaro.comNachdem er über fünf Monate an einem unbekannten Ort festgehalten worden war, ist der Imam Baba Leigh am 10. Mai freigelassen worden. Er hatte öffentlich kritisiert, dass im August 2012 neun Menschen in Gambia hingerichtet wurden. Der islamische Geistliche wurde weder eines Verbrechens angeklagt und vor Gericht gestellt, noch hat man ihm während seiner Haft den Kontakt zu seinem Rechtsbeistand gewährt. Er bedankt sich bei allen, die mit ihren Appellen zu seiner Freilassung beigetragen haben. (UA-353/2012)
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BANGLADESCH - NAZRUL ISLAM FREI

Im Juni hat Amnesty International erfahren, dass Nazrul Islam nicht mehr in Haft ist. Er war Berichten zufolge am 12. April aus seinem Haus in Saheb Parha im Norden von Bangladesch verschleppt worden. Nazrul Islam ist ein Mitglied von Jamaat-e-Islami, einer politischen Partei, die Teil eines Oppositionsbündnisses ist. Nach Angaben seiner Familienangehörigen und Mitgliedern von Jamaat-e-Islami waren in der Nacht vom 11. auf den 12. April PolizistInnen in das Haus von Nazrul Islam gekommen und hatten ihn abgeführt. Nazrul Islam befindet sich laut Angaben seiner Familie seit etwa Mitte Juni wieder zu Hause. (UA-145/2013)
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PAPUA-NEUGUINEA - DER "HEXEREI" BEZICHTIGTE FRAUEN FREI

Eine Frau mit schweren Verletzungen und ihre beiden Töchter, die von Mitgliedern ihrer Gemeinde in Süd-Bougainville im April festgehalten worden waren, sind befreit worden. Die örtliche Polizei hatte zunächst unzureichend auf den Vorfall reagiert. Begünstigt wird ein solches Verhalten durch ein Gesetz von 1971, das "bösartige Hexerei" unter Strafe stellt und verringerte Haftstrafen für diejenigen vorsieht, die eine der Hexerei beschuldigte Person angreifen oder töten. Aufgrund des internationalen Drucks, den unter anderem Amnesty International ausübte, betraute die Polizei dann doch hochrangige BeamtInnen damit, über die sichere Freilassung der Frauen zu verhandeln. (UA-090/2013)
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KUBA - FREIER JOURNALIST AUS HAFT ENTLASSEN

Calixto Ramón Martínez Arias: © Hablemos PressCalixto Ramón Martínez Arias: © Hablemos PressDer freie Journalist und gewaltlose politische Gefangene Calixto Ramón Martínez Arias wurde am 7. April nach fast sieben Monaten ohne Anklageerhebung aus dem Gefängnis entlassen. Er war am 16. September 2012 aufgrund seiner Arbeit als freier Journalist festgenommen worden, wurde aber nie unter Anklage gestellt. Calixto Ramón Martínez Arias bedankt sich bei Amnesty International für die Unterstützung und die internationale Mobilisierung zu seinem Fall. (UA-025/2013)
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