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Menschenrechte in der Kunst: Internationale Ausstellung in Belgien

Der Holzschnitt des deutschen Künstlers Thomas Kilpper "Auswanderung nach Europa via Lampedusa": © Thomas KilpperDer Holzschnitt des deutschen Künstlers Thomas Kilpper "Auswanderung nach Europa via Lampedusa": © Thomas Kilpper

Ob Freiheitsrechte, Meinungsfreiheit oder Gleichberechtigung der Geschlechter - "NEWTOPIA: The State of Human Rights" ist die erste große internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die sich dem Thema Menschenrechte widmet. Sie wird vom 1. September bis 10. Dezember 2012 in der UNESCO Weltkulturerbestätte Mechelen in Belgien zu sehen sein (15 Minuten per Direktzug vom Flughafen Brüssel).

Präsentiert werden mehr als 70 Künstler, die zum Großteil selbst aus Ländern stammen, in denen Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind. Unter ihnen Marina Naprushkina (Weißrussland), Eduardo Gil "El Siluetazo" (Argentinien), Ai Weiwei (China), Kader Attia (Frankreich/Algerien) und Ali Ferzat (Syrien). Gezeigt werden auch Karikaturen und Streetart: Zum Beispiel von Ganzeer, der mit seinen Graffiti und Aufklebern eine bedeutende Rolle innerhalb der ägyptischen Revolution gespielt hat.

Daneben präsentiert die Ausstellung auch den berühmten (post-) Apartheid-Fotografen David Goldblatt (Südafrika), die Pionierin des feministischen Experimentalfilms Barbara Hammer (USA), World Press Photo Gewinner Ziyah Gafiç (Bosnien/Herzegowina), der zu allen Brennpunkten der Welt wie in den Gazastreifen oder Afghanistan reist, sowie Thomas Kilpper (Deutschland) mit seinem neuesten Holzschnitt "Auswanderung nach Europa via Lampedusa".

Kuratiert wurde NEWTOPIA von Katerina Gregos, Co-Kuratorin der aktuellen Manifesta 9 und 2011 verantwortlich für den Dänischen Pavillon der 54. Venedig Biennale.

Die Ausstellung ist als Parcours angelegt, der durch verschiedene kulturelle Institutionen im Stadtzentrum von Mechelen führt. Zudem wird es zwei Werke im öffentlichen Raum geben, eine großformatige Videoinstallation des polnischen Künstlers Krzysztof Wodiczko und ein Wandgemälde des Street Artist Ganzeer.

NEWTOPIA zeigt zudem eine Satelliten-Ausstellung im ING Kultur Zentrum im Herzen Brüssels - eine Solo-Ausstellung des international bekannten Künstlers Alfredo Jaar (Chile). In seinen Arbeiten thematisiert Jaar unter anderem den Genozid in Ruanda oder die amerikanische Unterstützung lateinamerikanischer Militärdiktaturen.

NEWTOPIA ist Teil des Ausstellungsclusters Visual Arts Flanders 2012, das fünf internationale Ausstellungen in der Region Flandern umfasst. Im Rahmen von NEWTOPIA wird auch die neue Kazerne Dossin, Gedenkstätte, Museum und Dokumentationszentrum zum Holocaust und den Menschenrechten eröffnet.

1. September - 10. Dezember 2012
in Mechelen und Brüssel (Belgien)

Weitere Informationen zur Ausstellung und den Künstlern gibt es auf: www.newtopia.be

Hintergrundinformationen und aktuelle Debatten finden Sie auf: www.newtopiablog.com.