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"Back to Bass"-Tour 2012

Sting auf Tour: Musik für die Menschenrechte

Sting (Mitte) mit Tracy Chapman und Bruce Springsteen bei der Konzerttournee "Human Rights Now!" im Jahr 1988: © APSting (Mitte) mit Tracy Chapman und Bruce Springsteen bei der Konzerttournee "Human Rights Now!" im Jahr 1988: © AP

How can you say that you're not responsible?

Wie kannst Du sagen, dass Du keine Verantwortung trägst? Diese Frage stellt Sting sich und der Welt in einem seiner frühen Werke, Driven to Tears. Der Beginn eines Songtextes - und sehr bezeichnend für den Rockmusiker aus England. Denn Verantwortung zu übernehmen und andere dazu zu bringen, ihrer eigenen gerecht zu werden, hat sich der Künstler schon vor vielen Jahren auf die Fahne geschrieben.

So unterstützt er bereits seit über 20 Jahren auch Amnesty International, sei es über Auftritte, ganze Touren oder in Form von Studioaufnahmen. Zuletzt steuerte er eine Coverversion von Bob Dylan's Girl From the North Country zu der Compilation Chimes of Freedom: Honoring 50 Years of amnesty International bei, die die Menschenrechtsorganisation bei ihrer Arbeit unterstützen soll.

Seinen ersten Auftritt für die Organisation hatte der Ex-Police Frontmann bei der Amnesty-Konzertreihe "The Secret Policeman's Ball" im Jahr 1981 in London. Im Laufe der Jahre gab er zusammen mit Musikern wie U2, Sting, Peter Gabriel oder Lou Reed Konzerte zu Gunsten von Amnesty. 1988 tourte er im Rahmen der Konzerttournee "Human Rights Now!", die die Menschenrechtsorganisation anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte veranstaltete, mit Tracy Chapman, Youssou N'Dour, Bruce Springsteen und Peter Gabriel sechs Wochen lang durch 15 Länder.

Die "Back to Bass" Tour

Nun wird Sting die Organisation im Rahmen seiner "Back to Bass" Tour, die im Februar nach Europa kommt, bei ihrer Kampagne gegen die Menschenrechtsverletzungen durch den Ölproduzenten Shell in Nigeria unterstützen.
Mit der Tour feiert er das 25-jährige Jubiläum seiner Solo-Karriere und nutzt die Gelegenheit, um sich für die Wiedergutmachung einer ökologischen und humanitären Katastrophe einzusetzen: Als 2008 wochenlang Tausende Tonnen Öl aus den Lecks einer maroden Pipeline des Konzerns strömten, ereignete sich eine der größten Ölkatastrophen im Niger-Delta.

Bei den Konzerten werden Amnesty-Mitglieder die Sting-Fans über die Petition "Shell: Own Up, Pay Up, Clean Up" informieren, die den Ölriesen dazu auffordert, eine Milliarde Dollar in einen Fond zu investieren, mit dem das Delta von der enormen Verschmutzung befreit werden soll. Zudem soll Shell den Bewohnern von Bodo eine angemessene Entschädigung anbieten und zusammen mit anderen multinationalen Unternehmen, die in der Region Öl abbauen, für eine gewissenhafte Untersuchung des Verschmutzungsgrades aufkommen.