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Amnesty Filmpreis-Gewinner "Just the Wind" am 8. November im Potsdamer Filmmuseum

Regisseur Bence Fliegauf (Mitte) bei der Verleihung des achten Amnesty International Filmpreises auf der Berlinale 2012: © Amnesty International / Kathrin StrohmaierRegisseur Bence Fliegauf (Mitte) bei der Verleihung des achten Amnesty International Filmpreises auf der Berlinale 2012: © Amnesty International / Kathrin Strohmaier

31. Oktober 2012 - Der Gewinnerfilm des diesjährigen Amnesty International Filmpreises "Just the Wind" wird erstmals im deutschen Kino zu sehen sein: Das Filmmuseum Potsdam zeigt den Film von Regisseur Bence Fliegauf am 8. November 2012 in Zusammenarbeit mit der Amnesty-Gruppe Potsdam.

Im Film geht es um die prekäre Situation der Roma in Ungarn. Ausgehend von einer realen Mordserie, der in Ungarn in gut einem Jahr acht Menschen zum Opfer fielen, schildert Fliegauf die Pogromstimmung, die schnell in Gewalt gegen Minderheiten umschlägt. Der Zuschauer erlebt den Alltag einer Roma-Familie bis zu ihrer Ermordung. Das sich ankündigende tragische Ende liegt beklemmend über der Sommeridylle. Eine permanente, untergründige und bedrohliche Anspannung begleitet die Geschichte - dem Regisseur gelingt es, beim Zuschauer eine bedrückende Vorstellung von der realen Bedrohung der Roma durch rassistischen Terror, die Untätigkeit der Polizei und die zunehmend repressive ungarische Politik zu erzeugen.

Der Film gewann auf der Berlinale 2012 den achten Amnesty International Filmpreis. Amnesty International vergibt den Preis seit 2005 an Werke, denen es gelingt, das Thema Menschenrechte überzeugend darzustellen. Zugleich würdigt die Auszeichnung das zuweilen sogar lebensgefährliche Engagement von Filmemacherinnen und Filmemachern.

Im Anschluss an die Vorführung lädt Amnesty International zu einer Podiumsdiskussion mit Ajat Najafi (Regisseur und Mitglied der Jury des Amnesty International Filmpreises) und Marie von Möllendorf (Amnesty International, Fachreferentin Europa und Zentralasien).

Beginn: 19 Uhr
Ende: ca. 21.30 Uhr
Ort: Filmmuseum Potsdam, Institut der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf", Breite Straße 1A / Marstall am Lustgarten, 14467 Potsdam